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Ausbildungscamp der Freiwilligen Feuerwehr Arzheim


13. - 15. Juni 2014


Ort: Grillhütte Simmern (Westerwald)
Stärke: 1 / 13 - 14



Ziel:
Viele der zurzeit aktiven Feuerwehrleute in Arzheim entstammen der Jugendfeuerwehr unserer Einheit. Ein besonderes Highlight im Dienstplan der Jugend war - und ist - immer das jährliche Zeltlager. Das führte dazu, dass innerhalb der Einheit seit einiger Zeit der Wunsch entstand, eine solche Unternehmung auch mal mit den "Alten" zu machen. Dabei entwickelte sich auch sehr bald die Idee, dass ein Zeltlager der Aktiven nicht nur allein eine Fahrt "ins Blaue" werden sollte.
Daher war es das Ziel unseres Ausbildungscamps, neben der Kameradschaftspflege und der Stärkung des Zusammenhalts in der Einheit, auch verschiedene feuerwehrbezogene Ausbildungsinhalte, für die sonst meistens nur die beschränkte Zeit an den montäglichen Übungsabenden (seltener auch mal ein einzelner Samstag) zur Verfügung stehen, in komprimierter Form zu vermitteln.

Freitag:
Nachdem bereits im Vorfeld vom Orga-Team die meisten Ausrüstungsteile, Fahrzeuge und die Verpflegung besorgt worden war, wurde am Freitagnachmittag (ab 15:00 Uhr) Alles verladen - natürlich inklusive des Gepäcks der Teilnehmer. Ab 16:00 Uhr wurde die erste Gruppe zur Grillhütte gefahren, die zweite, bestehend aus Kameraden, die länger arbeiten mussten, wurde um 19:00 Uhr am Gerätehaus abgeholt.
Nach dem Abladen des Gepäcks/der Verpflegung, dem Aufbau des 5x5m-Zeltes und dem Einrichten der Hütte konnte auch schon das Abendessen (Nudeln mit Hacksoße) vorbereitet werden. Beim Abendessen waren natürlich alle Teilnehmer des Camps schon dabei.  

Auf das Essen folgte der erste Ausbildungsblock. Als erstes wurden Stiche und Knoten geübt, die später bei den anderen Ausbildungen immer wieder benötigt und vertieft wurden. Im Anschluss daran, als passenderweise die Sonne schon untergegangen war, wurde der Aufbau und die Inbetriebnahme des Lichtmastes unseres TSF-W geübt. Dies hatte zudem den positiven Nebeneffekt, dass der Platz vor der Grillhütte an diesem und dem nächsten Abend bestens ausgeleuchtet war.
Nach den Übungen klang der Abend in gemütlicher Runde am Lagerfeuer aus.


Samstag:
Der Samstag startete mit einem gemeinsamen Frühstück.
Anschließend begannen die Ausbildungsabschnitte. Als erstes wurden zwei Gruppen gebildet. Während die eine den sicheren Umgang mit der Motorkettensäge übte, lernte die andere Wertvolles im Umgang mit Fluchthauben (für die meisten von uns zum ersten Mal) und trainierte Verhalten und Techniken bei der Rettung eines verunglückten Atemschutzgeräteträgers. Nach einer Runde wechselten die Gruppen die Stationen. Danach stand das Thema Leiterkunde an. Neben einer allgemeinen Auffrischung führten wir praktisch einen Leiterhebel zum Retten einer verletzten Person aus der Höhe aus und bauten einen (provisorischen) Leiterbock zur Schachtrettung.

Nach dem Mittagessen - es gab Eintopf mit Würstchen - folgte eine Runde Fahrzeugkunde an unserem TSF-W, diesmal aber nicht in althergebrachter Unterrichtsform. Es wurden solange Lose mit Ausrüstungsgegenständen von den Übungsteilnehmern gezogen, bis das Fahrzeug komplett "blank" war. Dabei trat ein definitiv ungewohnter und unerwarteter Lerneffekt ein. Geplant war zwar auch noch Fahrzeugkunde mit dem TLF der Ehrenbreitsteiner Kameraden, allerdings kam das nicht mehr Zustande. Einerseits war dies schade, andererseits hat das auch wieder unseren vollgepackten Zeitplan gerettet.
Die letzte Übung des Samstags wurde dem Thema Eigensicherung und Selbstrettung in (großen) Höhen gewidmet. Nach einer ausführlichen theoretischen Einweisung konnten alle Kameraden an einem Hang neben der Hütte die Praxis selbst erproben. Der (unterhaltsame) Höhepunkt und Abschluss dieser Übung war die Demonstration einer (improvisierten) Notfall-Selbstrettung mittels einer "Schlauchrutsche". Hierbei wird das eine Ende eines Feuerwehrschlauchs an einem festen Punkt angeschlagen und das andere Ende von mehreren Feuerwehrleuten möglichst stramm gezogen. Der sich rettende Feuerwehrmann sichert sich am Schlauch mit der Schlinge des Feuerwehr-Sicherheits-Gurts und gleitet dann - ähnlich wie beim Rutschen an der Stange im Feuerwehrhaus - am Schlauch hinab (allerdings nicht senkrecht, sondern schräg). Dies hört sich in der Theorie leichter an, als es in Wirklichkeit ist!

Am Abend des Samstags hatten wir auch zahlreichen Besuch von Familienangehörigen und Freunden. So wurde das gemeinsame Grillen der gesellige Höhepunkt des Ausbildungscamps.


Sonntag:
Am Sonntagvormittag standen nach dem Frühstück wieder einige Übungen auf unserem Plan. Auch hier fiel leider eine Übung (Erste Hilfe) aus, was aber wiederum den Zeitplan entzerrte.
Bei den stattfindenden Übungen wurde zum Einen die Verwendung des Schnellangriff-Schlauchpackets vorgeführt. Zum Anderen wurde die Funktionsweise von Hohlstrahlrohren erklärt und demonstriert. Danach konnten alle Campteilnehmer die korrekte Handhabung von Hohlstrahlrohren im Innenangriff üben, so zum Beispiel die Öffnung der Mannschutzbrause bei einem Flash-Over oder das Herunterkühlen eines Brandraumes mit drei Wasserstößen je Türöffnung. Abgerundet wurde diese Übung schließlich durch die Demonstration von Türöffnungstechniken unter Zuhilfenahme von Feuerwehraxt und Bandschlinge.


Da wir die Hütte Sonntagmittag wieder an den Hüttenwart übergeben mussten, bauten wir nach dieser letzten Übung unser Lager ab und verpackten unser Gepäck und unsere Ausrüstung. Nachdem wir die ausgeliehenen Fahrzeuge und Ausrüstungsstücke wieder zurückgbracht hatten und den Rest wieder im Gerätehaus verräumt hatten, begingen wir den Abschluss des Camps mit Grillen und "Resteessen".


Fazit:
Das Wochenende hat die Mitglieder unserer Einheit auf jeden Fall fester zusammengeschweisst. Das konnte man nicht nur an der durchgehend guten Stimmung feststellen, sondern auch daran, dass die Arbeiten rund um den Campbetrieb reibungslos und ohne den Einsatz von Dienstplänen und Komandoton abliefen. Aber auch in Sachen Ausbildungsstand hat die Einheit einiges gewonnen. Das lag zum Einen sicherlich an der Auswahl der interessanten und zum Teil auch neuen Themen, zum Anderen aber auch an der guten Vorbereitung der jeweiligen Ausbilder, die es so schafften, zu jedem Zeitpunkt ihr "Publikum" zu motivieren.
Alle Teilnehmer waren vollauf begeistert von unserem ersten Ausbildungscamp und würden auch wieder an einem Camp teilnehmen.



Ein besonderes Lob (und Dank) gilt dem Orga-Team! Sowohl für die ganze Arbeit im Vorfeld, aber auch für die gelungene und umsichtige Planung der vielen Teilaspekte einer solchen Unternehmung (wie Unterkunft, Ausrüstung, Übungen, Essen, ...).


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