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24-Stunden-Dienst der Jugendfeuerwehr

In größeren Städten sorgen die Berufsfeuerwehren rund um die Uhr für den Schutz der Bürger vor Gefahren. Um dies gewährleisten zu können leisten die Feuerwehrleute in 24-Stunden-Schichten Dienst. So auch in Koblenz.
Auch wenn das in der Regel auf Freiwillige Feuerwehren nicht zutrifft, wollten die Jungen und Mädchen der Arzheimer Jugendfeuerwehr mal erleben, wie das so ist, wenn man einen ganzen Tag für die Feuerwehr im Einsatz ist. Natürlich konnte der Dienstbetrieb auf der Berufsfeuerwehr für so ein Vorhaben nicht unterbrochen werden, aber auch das Gerätehaus einer Freiwilligen Feuerwehr bietet so einige Möglichkeiten für einen 24-Stunden-Dienst.

Also trafen sich die Jugendlichen der Arzheimer Wehr am Samstag den 10. Oktober um 9:00 Uhr mit ihren Betreuern im Gerätehaus in der Kreisstraße. Ein wichtiger Punkt im täglichen Dienstbetrieb einer BF ist die morgendliche Fahrzeugübernahme und die Kontrolle der Ausrüstung auf Einsatztauglichkeit. Das galt natürlich auch für die Jugendfeuerwehr, als sie das Einsatzfahrzeug der Einheit Arzheim – ein TSF-W – für den kommenden Dienst überprüfte. Im Anschluss daran wurde erst einmal bei einem gemeinsamen Frühstück der Ablauf des kommenden Dienstes besprochen.

Danach startete das Tagesprogramm mit Dienstsport. Hierfür ging die Jugendfeuerwehr schwimmen. Die ersten Einsätze ließen aber nicht lange auf sich warten. So mussten die Jugendlichen nach dem Dienstsport eine Katze aus einem Baum retten und im Anschluss eine Ölspur beseitigen. Natürlich besteht auch bei den "Großen" der Dienst nicht nur aus Action und Einsätzen. Das Thema Ausbildung hat bei der Feuerwehr einen hohen Stellenwert und so vertiefte auch die Arzheimer Jugendfeuerwehr nach ihren Einsätzen das Thema "Stiche und Knoten" – ein Thema, das bei fast allen Aufgaben der Feuerwehr wiederkehrt.
Vor dem Mittagessen bauten die Jugendfeuerwehrleute dann erst einmal ihre Schlafstätten im Gerätehaus auf. Im Gegensatz zur BF sind Ruheräume in den Gerätehäusern nicht vorgesehen. Aber mit ein bisschen Geschick und Improvisationstalent konnte dieses Manko des Gerätehauses leicht behoben werden. Lange konnte sich die Jugendfeuerwehr in der Mittagspause nicht ausruhen, denn der nächste Einsatz stand schon in Gestalt einer brennenden Mülltonne vor der Tür. Da dieser Einsatz schnell abgearbeitet war, konnten sich die Jugendlichen einem weiteren offiziellen Programmpunkt für den Tag widmen. Sie befreiten einen Abschnitt des Wintersborner Baches von Müll. Solche Aufräumaktionen gehören seit der Übernahme der Patenschaft für den Bach zu einem festen Bestandteil des Dienstplanes der Jugendfeuerwehr.

Nach so viel Aktivitäten im Freien stand schließlich auch mal ein wenig theoretischer Unterricht zum Thema "Feuerwehrdienstvorschrift 3" (kurz FwDV 3) an. In dieser Vorschrift werden die Grundlagen des Löscheinsatzes geregelt, daher stellt sie ein wichtiges Thema im Ausbildungsplan jeder Feuerwehr dar. Kurz darauf konnten die Jugendlichen wieder die Theorie in die Praxis umsetzen. Es folgte ein Einsatz, bei dem ein kleines Holzhäuschen, das im Vollbrand stand, gelöscht werden musste. Die vielen Einsätze beanspruchen natürlich auch das Material, sodass die Jugendfeuerwehr die benutzten Schläuche auf der BF tauschen musste, damit die Einsatzbereitschaft des TSF-W wieder hergestellt war.

Den Abschluss dieses ereignisreichen Nachmittags bildete das gemeinsame Grillen für das Abendessen. Danach wurde es bei einem DVD-Abend im Gerätehaus etwas gemütlich. Aber Feuerwehrleute können ein Lied davon singen, dass ein netter Abend jäh zu Ende sein kann, wenn der nächste Einsatz ruft. So erging es auch der Jugendfeuerwehr. Der letzte Einsatz dieser 24-Stunden-Schicht bestand in der Suche nach einer vermissten Person. Solche Einsätze ereignen sich oft nachts und stellen an die Einsatzkräfte wegen der schlechten Sichtverhältnisse im Dunkeln hohe Anforderungen.
Nachdem auch dieser Einsatz erfolgreich beendet worden war, war es auch Zeit für die Jugendlichen in ihre Schlafsäcke zu kriechen. Zum Glück unterbrachen keine weiteren Einsätze die wohlverdiente Nachtruhe der abgekämpften Truppe.
Der Sonntagmorgen begann mit einem gemeinsamen Frühstück der Nachwuchs-Wachabteilung. Im Anschluss daran wurde das Gerätehaus wieder aufgeräumt und eine Nachbesprechung durchgeführt, bei der ein positives Resümee gezogen werden konnte. Die Jungen und Mädchen der Arzheimer Jugendfeuerwehr freuen sich auf jeden Fall auf den nächsten Dienst.

 
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